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Muskelrelaxanzien: Hilfe bei Muskelverspannungen im Rücken



Muskellockernde Medikamente (Muskelrelaxantien oder Muskelrelaxanzien) können bei Muskelverspannungen im Rücken Linderung bringen. Denn sie regulieren die Spannung (Tonus) der verspannten Muskulatur.

Eine Hand mit Tabletten neben einem Wasserglas. © Thinkstock
Allerdings muss die Therapie von einem Arzt überwacht werden, da ein hohes Risiko für Medikamentenabhängigkeit besteht. Die neue Leitlinie empfiehlt den Einsatz von zentralen Muskelrelaxanzien nicht.

Zentral wirkende Muskelrelaxanzien bei Verspannungen im Rücken

Man unterscheidet zwischen peripheren und zentral wirkenden Muskelrelaxanzien: Periphere Muskelrelaxanzien greifen am Muskel an und werden vor allem bei Narkosen angewandt. Zentral wirkende Muskelrelaxanzien entfalten ihre Wirkung direkt im zentralen Nervensystem (ZNS) – also in Gehirn und Rückenmark. Letztere kommen bei Muskelverspannungen zum Einsatz. 

Zu den zentral wirkenden Muskelrelaxanzien gehören beispielsweise Diazepam, Methocarbamol und Tolperison. Auch der Wirkstoff Tetrazepam gehört zu dieser Arzneimittelgruppe. Tetrazepamhaltige Medikamente dürfen jedoch derzeit nicht mehr verschrieben werden, da sie unter anderem schwere bis tödlich verlaufende Hautreaktionen auslösen können.

Nachteile von Muskelrelaxanzien

Muskellockernde Medikamente machen oft müde und beeinträchtigen das Reaktionsvermögen. Aus diesem Grund sollten Sie diese Medikamente abends einnehmen und Autofahren sowie schwierige Arbeiten unterlassen.    

Bereits nach kurzfristiger Einnahme kann diese Stoffgruppe abhängig machen. Muskelrelaxanzien sollten daher nicht länger als zwei Wochen eingenommen werden. Neuere Präparate haben eine etwas andere Wirkungsweise, wobei Müdigkeit sehr viel seltener auftritt. Hierzu gehört zum Beispiel Methocarbamol.
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