Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.

Der Blasenentzündung vorbeugen



Wenn Sie bereits mehrmals eine Harnblasenentzündung (medizinisch Zystitis) hatten, können Sie selbst einiges tun, um einer erneuten Erkrankung vorzubeugen.

Frau auf Luftmatratze © Thinkstock

Die Keime wegspülen

Die wichtigsten Maßnahmen gegen eine Blasenentzündung sind warme Kleidung und viel trinken – am besten eineinhalb bis zwei Liter Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen pro Tag. Das gilt allerdings nur für Personen, die keine Erkrankungen haben, die eine hohe Flüssigkeitsaufnahme verbietet – zum Beispiel eine Herz- oder Niereninsuffizienz.

Durch die Flüssigkeit werden die Erreger aus der Blase gespült – so können Sie einer Zystitis vorbeugen. Spezielle Nieren- oder Blasentees aus der Apotheke wirken harntreibend. Weniger empfehlenswert sind Kaffee und schwarzer Tee, weil sie die Blase reizen. Auch auf Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke sollte möglichst verzichtet werden, weil sie den Bakterien Nahrung bieten – genau wie zu viel Süßes beim Essen.

Cranberry-Saft hat keine Wirkung auf den Harntrakt

Lange ging man davon aus, dass die amerikanische Moosbeere – auch Cranberry genannt – vorbeugend gegen Blasenentzündungen wirkt. Neuere Studien zeigen jedoch eindeutig, dass die Cranberry keinen Einfluss auf den Verlauf eines Harnweginfekts hat. Deshalb ist es auch nicht empfehlenswert, sie vorbeugend einzunehmen. Natürlich können Sie auch weiterhin Cranberrysaft trinken, beispielsweise aufgrund des Vitamingehalts – eine Wirkung auf den Harntrakt ist allerdings nicht zu erwarten.

Mit schonender Hygiene Blasenentzündung vorbeugen

Die richtige Hygiene im Intimbereich sorgt dafür, dass die Bakterien, die eine Blasenentzündung verursachen können, gar nicht erst in die Harnwege gelangen. Frauen sollten sich nach dem Stuhlgang nur von vorne nach hinten reinigen. Eine normale Reinigung des Intimbereichs mit ph-neutralen Waschsyndets reicht völlig aus, um das natürliche Milieu der Schleimhäute intakt zu halten. Parfümierte und aggressive Lösungen dagegen reizen den empfindlichen Intimbereich und ermöglichen es den Bakterien, leichter einzudringen.

Nach dem Geschlechtsverkehr sollten Frauen die Blase entleeren, damit eingeschwemmte Bakterien sofort wieder ausgespült werden.
Autoren und Quellen
Weiterführende Themen