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Diabetestherapie mit Verzögerungsinsulinen: NPH-Insulin



Als Verzögerungsinsuline kommen bei der Therapie des Diabetes mellitus sogenannte NPH-Insuline zum Einsatz. Wie werden die Insuline eingesetzt und was ist bei der Anwendung zu beachten? 

NPH-Insuline: Abdeckung des Grundbedarfs an Insulin

Wirkungsbeginn maximale Wirkung Wirkdauer
1 bis 2 Stunden 4 bis 6 Stunden 8 bis 12 Stunden
NPH-Insuline werden hergestellt, indem Normalinsulin an das Eiweißgemisch Protamin gekoppelt wird. Das Kürzel NPH steht für „Neutrales Protamin Hagedorn“ – so benannt nach seinem dänischen Erfinder Hans Christian Hagedorn. NPH-Insuline bilden feine, gleichmäßige Kristalle, die als weiße Suspension – also fein verteilte Teilchen in Flüssigkeit – verabreicht werden.

Diese Suspension muss vor dem Spritzen sorgfältig durchmischt (aber nicht geschüttelt) werden, sonst kann versehentlich zu viel oder zu wenig Insulin verabreicht werden. Die Wirkung von NPH-Insulin beginnt nach ein bis zwei Stunden, die maximale Wirkung wird nach vier bis sechs Stunden erreicht und die Wirkung hält über acht bis zwölf Stunden an. Bei der alleinigen Gabe von NPH-Insulin sollte der Spritz-Ess-Abstand (SEA) 30 bis 45 Minuten betragen – unter Umständen auch länger. Beim Einsatz zur Deckung des basalen Insulinbedarfs sollte der Patient die abendliche Gabe hinsichtlich Zeitpunkt und Menge sorgfältig ermitteln, um eine nächtliche Unterzuckerung zu vermeiden. Gegebenenfalls ist es notwendig, bei der Einstellung nächtliche Blutzuckermessungen durchzuführen.

NPH-Insulin ist mit Normalinsulin mischbar. Es gibt eine große Auswahl an fertigen Mischungen, bei Bedarf kann der Patient aber auch selbst mischen. Obwohl ganz überwiegend Präparate mit 100 I.E./ml (U-100) für Patienten mit Diabetes auf dem Markt sind, gibt es doch noch einige wenige mit 40 I.E./ml (U-40). Es ist deshalb wichtig, unbedingt auf die Konzentration des verwendeten Präparates und die richtige Dosierung zu achten (U-40 oder U-100).

Mischinsuline bei Diabetes: kurzwirksames Insulin plus NPH-Insulin

Mischungen aus kurzwirksamem Insulin und NPH-Insulin werden in der konventionellen Insulintherapie (CT) als weiße Suspension verwendet. Diese Suspension muss – wie bereits erwähnt – vor dem Spritzen sorgfältig durchmischt, aber nicht geschüttelt werden. Als kurzwirksames Insulin kann Mischinsulin Normalinsulin oder kurzwirksame Insulinanaloga enthalten.

Im Gegensatz zum reinen NPH-Insulin liegt bei Mischinsulin ein Teil des Insulins nicht in Kristallen vor und kann schnell aufgenommen werden. Die Zahl direkt nach dem Handelsnamen des Insulinpräparates gibt auf 100 Teile bezogen an, wie viel kurzwirksames Insulin das Präparat enthält. Wegen des enthaltenen kurzwirksamen Insulins kann der Spritz-Ess-Abstand kürzer gewählt werden als bei der Verwendung von reinem NPH-Insulin. Bei Mischinsulin mit Normalinsulin beträgt der Spritz-Ess-Abstand etwa 30 Minuten, bei Mischinsulin mit kurzwirksamen Insulinanaloga kann das Insulin unmittelbar vor oder in Ausnahmefällen auch unmittelbar nach dem Essen gespritzt werden. Wie lange die Wirkung des Insulins anhält, hängt von der Art der Insulinmischung und der Menge ab, die verabreicht wird.

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