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Diabetestherapie: Lagerung und Haltbarkeit von Insulin



Manche Diabetespatienten sind auf eine Therapie mit Insulin angewiesen. Insulin ist sehr empfindlich, weshalb es stets richtig gelagert werden muss. Worauf Sie bei der Lagerung von Insulin achten sollten.

Insulin ist empfindlich gegen Hitze, Kälte und Licht

Ihre Insulinvorräte sollten Sie im Kühlschrank bei zwei bis acht Grad Celsius aufbewahren. Auf keinen Fall darf Insulin eingefroren werden, denn dadurch wird es unbrauchbar. Damit es nicht einfriert, sollten Sie Insulin im Kühlschrank nicht direkt am Gefrierfach und in der Kühltasche nicht direkt am Kühlakku lagern. Bei sehr kalten Außentemperaturen – zum Beispiel im Winterurlaub – schützten sie Ihr Insulin am besten, indem Sie es am Körper und nicht in den Außentaschen von Jacke oder Mantel tragen.

Umgekehrt sollte die Lagerungstemperatur 25 Grad Celsius nicht überschreiten. Kurzfristig hält Insulin aber auch mal 30 Grad Celsius ohne Funktionsverlust aus. Bei höheren Temperaturen – also über der Körpertemperatur, in jedem Fall aber über 40 Grad Celsius – verliert Insulin seine Wirksamkeit. Daher sollten Sie es zum Beispiel nicht in der Sonne liegen lassen und auch sonst vor hohen Temperaturen schützen.

Bewahren Sie das Insulin bei hohen Außentemperaturen in einer Thermoskanne, einer Kühltasche oder in einem Styroporbehälter auf. Im Fachhandel werden auch Spezialkühltaschen oder Spezialkühlelemente angeboten. Außerdem sollten Sie Ihr Insulin vor Licht schützen, damit sich die Haltbarkeit nicht verkürzt. Dazu bewahren Sie die Vorräte am einfachsten in der Verpackung auf. Ein Insulin-Pen gehört nicht in das Kühlfach. Sie sollten jedoch auch ihn vor zu hohen und zu niedrigen Temperaturen schützen.

Haltbarkeit von Insulin

Insulinpräparate sind nur begrenzt haltbar und sollten nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr benutzt werden. Verwenden Sie bereits angebrochenes Insulin nicht länger als vier bis sechs Wochen. Stechampullen, die sich in Gebrauch befinden, haben bei Lagerung im Kühlschrank eine Haltbarkeit von drei Monaten. Verwenden Sie Insulin nicht mehr, wenn Klümpchen in der Flüssigkeit, Ablagerungen am Glas oder andere Veränderungen zu sehen sind. Da unbrauchbares Insulin aber nicht immer sein Aussehen verändert, sollten Sie Insulin, das zu warm oder zu kalt geworden ist, generell nicht mehr benutzen. Achten Sie bezüglich der Haltbarkeit auch auf die Angaben des Herstellers.

Klares oder trübes Insulin?

Völlig unabhängig von der Haltbarkeit sind manche Insuline klar und andere Insuline weiß und trüb. Diese trüben Insuline sind sogenannte Suspensionen – sie enthalten Teilchen aus Insulin zusammen mit anderen Substanzen, die dessen Wirkung verzögern. Diese Verzögerungsinsuline müssen Sie vor dem Spritzen gründlich durchmischen, indem Sie das Fläschchen oder den Pen zehnmal zwischen Ihren Handflächen rollen und zehnmal um 180 Grad schwenken. Das Insulin sollte dann einheitlich milchig aussehen – anderenfalls müssen Sie es weiter mischen. Schütteln Sie das Insulin aber nicht, da sich sonst Schaum und Luftbläschen bilden, die bei der Injektion stören und eine exakte Dosierung verhindern. Klare Insuline müssen Sie vor dem Spritzen nicht durchmischen.

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